Bürgerverein Bargen

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Einwanderung nach Bargen

1225 Jahre Bargen

Einwanderung nach BargenIm letzten Beitrag haben wir über die Auswanderung vonBargenern berichtet. Heute beleuchten wir die Einwanderung nach Bargen, allerdings in der Tier- und Pflanzenwelt.Ab 1986, nachdem durch private Initiative eine intensiv landwirtschaftlich genutzte Teilfläche dem Naturschutz gewidtmet wurde, konnte das Feuchtbiotop im Gewann „Proßweil“ durch die topographische Lage und den günstigen hydrologischen Gegebenheiten entstehen.Im Laufe der Jahre haben wir festgestellt, dass sich Flora undFauna auch ohne menschhliche Einflussnahme verändern.Gleich im zweiten Jahr nach der Freilegung des Grundwasserspiegels hat ein Stockentenpaar mit seinem Gelege für Nachwuchs gesorgt. Eingebrachte Rohrkolben und Wasserlilien haben sich ausgebreitet. Libellenarten, wie die Blattbauch- und die Blaugrüne Mosaikjungfer besiedelten das Biotop. Die Weidenpflanzungen haben sich explosionsartig entwickelt. Kröten nutzen den Teich für ihre Eiablage.Unzählige Kaulquappen tummeln sich im Frühjahrswasser. Die immer wieder aus verschiednen Gründen enstehende Algenbildung und das eingebrachte Sediment durch Bodenerossion tragen nicht gerade zur Stabilität des Biotops bei.Im letzten Jahr (2017) konnte man Einwandererbeobachten, die in Bargen nicht zur historischen Faunagezählt werden können. Mehrere Nutrias haben das Feucht-biotop „Proßweil“ zumindest vorrübergehend als artgerechten,angenehmen Aufenthaltsort entdeckt.Aus der Entfernung gibt es Schwierigkeiten Nutrias zu erkennen.Oft werden sie mit Bisam oder Biber verwechselt.Die Nutria ist ein an Wasser gebundenes Nagetier. Ihre Heimat ist Südamerika. Als Pelztier wurde sie 1926 nach Deutschland eingeführt. Aus Pelztierfarmen entwichen Tiere und haben eine wild lebende Population aufbaut.Die Bargener Nutrias fanden schnell heraus, dass hier keindauerhaft, lebenswerter Aufenthalt möglich ist. Sie haben sich wieder verabschiedet (zumindest aus dem Biotop „Proßweil“).Wir hoffen und wünschen, dass dies nicht auf den Homo Sapiens übergreift.

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Thema von Anders Norén